Fotoblog
Bilder aus den Einsätzen von Ärzte ohne Grenzen
 

24. März: Welt-Tuberkulose-Tag

23. March 2009
Tuberkulose-Patienten in der "Blue House"-Klinik

Kenia, 3. März 2009 © Susan Sandars/MSF

Charity Achieng (4 Jahre, im Bild mit ihrer Mutter) wurde in die “Blue House”-Klinik gebracht, die Ärzte ohne Grenzen in dem Slum Mathare in der kenianischen Hauptstadt Nairobi betreibt, um auf Tuberkulose getestet zu werden, da ihre Mutter mit HIV und Tuberkulose ko-infiziert ist und die Gefahr einer Übertragung auf ihre Tochter besteht.  Doch das am häufigsten verwendete Diagnosemittel – der Mikroskoptest des Sputum des Patienten – ist seit seiner Entwicklung vor über einem Jahrhundert mehr oder minder unverändert geblieben, und ist vor allem weitgehend ungeeignet, wenn es um den Nachweis von Tuberkulose bei HIV/Aids-Patienten oder Kindern geht.

Im Jahr 2007 haben sich etwa neun Millionen Menschen mit der Krankheit angesteckt, fast 1,7 Millionen sind daran gestorben. Ungeeignete Diagnosemittel tragen zur weiteren Verbreitung dieser heilbaren Krankheit bei.

Ärzte ohne Grenzen fordert, dass die Forschung nach neuen TB-Diagnose-Tests nicht länger vernachlässigt wird. Wir brauchen Tests, die schnelle und genaue Ergebnisse liefern. Sie sollten auch so einfach anwendbar sein, dass sie direkt am Krankenbett angewendet werden können.

Auf der Website www.aerzte-ohne-grenzen.at/tbday09 berichten Betroffene über die schwierige und manchmal chaotische Reise, bis sie endlich auf TB getestet und in ein Behandlungsprogramm aufgenommen wurden.


 Tags: ,

Ein Kommentar

  1. Kranker Pfleger

    Bei der Tuberkulose kommt das Problem hinzu, daß die verschiedenen Stämme immer resistenter gegen Tuberkulostatika werden. Das erfuhr ich bei einem Besuch des Pulmologischen Zentrums in Wien 1995. Teilweise werden wieder Liegekuren wie in Thomas Manns “Zauberberg” gemacht…

    Die Tbc ist eine Krankheit der Armen. Deshalb besteht wohl wenig Interesse, diese Krankheit intensiver zu erforschen. Ist wohl nicht lukrativ genug.

Kommentar schreiben

Hinweis: Kommentare werden auf anstößige Inhalte geprüft. Die Veröffentlichung kann daher einige Zeit in Anspruch nehmen.