Hilfe für Opfer sexueller Gewalt in Guatemala

Guatemala City, Mai 2009 © Marcell Nimführ/MSF: Susanna Escobar, Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen, informiert Patienten in einer Klinik über die Konsequenzen sexueller Gewalt und die kostenlosen Behandlungsmöglichkeiten
Sexuelle Gewalt stellt in dem lateinamerikanischen Staat Guatemala ein enormes gesellschaftliches Problem dar. Im Jahr 2008 wurden beim Ministerio Publico mehr als 10.000 Fälle sexueller Gewalt gemeldet, 4.600 davon allein im Hauptstadtdistrikt, in dem auch Ärzte ohne Grenzen arbeitet. “Wir sind in den gewaltreichsten Zonen des Landes präsent, vor allem in den Vororten von Guatemala Stadt”, erklärt Fabio Forgione, MSF-Einsatzleiter in Guatemala. “Unsere Teams arbeiten in zwei Kliniken der Außenbezirke 7 und 18 und bieten den Überlebenden sexueller Gewalt medizinische und psychologische Betreuung. Diese Zonen sind Hochburgen der Gangs, Maras genannt, die von jungen, aus den USA ausgewiesenen Illegalen gegründet wurden.”
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