Über diesen Blog
Mein Name ist Volker Pelzmann, ich komme aus Gnas in der Steiermark und habe einen beruflichen Background in IT und Bautechnik. Im Frühjahr 2006 bewarb ich mich bei Ärzte ohne Grenzen für einen Hilfseinsatz und fand mich nach einem Auswahlverfahren und einem Vorbereitungskurs einige Monate später als Logistiker im Norden Ugandas wieder.
In Norduganda tobte bis vor kurzem ein erbitterter Bürgerkrieg, der beinahe 2 Millionen Menschen dazu zwang, ihre Häuser und Grundstücke zu verlassen und in Vertriebenenlagern Schutz zu suchen. Ich war mit der logistischen Abwicklung des Hilfseinsatzes in zwei Lagern der Region Gulu beschäftigt, in denen Ärzte ohne Grenzen die medizinische Grundversorgung für ca. 50.000 Menschen sicherstellte.
Nun, zwei Jahre später, hat mich das Fernweh wieder gepackt, und es hat nicht lange gedauert, bis sich wieder eine tolle Möglichkeit für mich ergab, die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in Afrika zu unterstützen.
Dieser Einsatz führt mich in die im Nord-Osten Ugandas gelegene Region Karamoja. Eine schwere Dürre, gepaart mit hohen Lebensmittelpreisen, führten dort heuer zu einer schweren Ernährungskrise, unter der viele Menschen leiden. Ärzte ohne Grenzen reagierte darauf mit einem Hilfseinsatz: Mit mobilen Kliniken fahren wir in die Dörfer und untersuchen Kinder auf ihren Ernährungszustand sowie auf Malaria und andere Krankheiten. Schwer unterernährte Kinder werden in Ernährungszentren aufgenommen und dort wieder zu Kräften gebracht, moderat unterernährte Kinder erhalten therapeutische Nahrung. Durch diese Hilfsmaßnahmen soll den Menschen solange unter die Arme gegriffen werden, bis es für sie wieder möglich ist, ihre eigenen Ernten einzufahren und sich damit, so gut es geht, selbst zu versorgen.
Folgendes, im Oktober 2008 aufgenommene Video vermittelt einen Eindruck von Karamoja und der dort herrschenden Ernährungskrise:
In diesem Blog werde ich – so es die Internet-Verbindung vor Ort zulässt – regelmäßig von meiner Arbeit aus Karamoja berichten und meine Eindrücke aus der dort herrschenden Notsituation, die sich weit abseits der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit abspielt, beschreiben.

